Kaufpreisanpassung
Glossarbegriff: Kaufpreisanpassung
Kaufpreisanpassung
Die Kaufpreisanpassung (Purchase Price Adjustment) ist ein Mechanismus, der den beim Signing vereinbarten vorläufigen Kaufpreis nachträglich an die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse zum Vollzugsstichtag anpasst. Sie kommt typischerweise beim Closing-Accounts-Modell zum Einsatz und steht im Gegensatz zum festen Locked-Box-Preis.
Anknüpfungspunkte sind in der Regel das tatsächliche Net Working Capital sowie die Nettofinanzverbindlichkeiten zum Closing, gemessen gegen vorab vereinbarte Zielwerte. Übersteigt das tatsächliche Working Capital den Zielwert, erhöht sich der Kaufpreis; liegt es darunter, mindert er sich. Dieselbe Logik gilt für Abweichungen bei der Nettoverschuldung auf Cash & Debt Free-Basis.
Da die Höhe der Anpassung erhebliche Beträge bewegen kann, sind klare Definitionen, Stichtagsbilanzen und ein Streitbeilegungsverfahren essenziell. In unserer Transaktionsstrukturierung formulieren wir den Anpassungsmechanismus eindeutig und konfliktarm.