Due Diligence Checkliste – Unternehmensverkauf

Due Diligence Checkliste für den Unternehmensverkauf

15. Juli 2024

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Financial Due Diligence

Jahresabschlüsse, Management Accounts, Forecasts, Working Capital, Schulden, Pensionsverpflichtungen. Bereinigung des EBITDA (siehe EBITDA-Anpassungen), Qualität der Umsatzerlöse. Käufer wollen das wahre Bild der Ertragskraft verstehen.

Die Financial Due Diligence prüft die Qualität der Finanzen: Sind die Abschlüsse korrekt, die Umsätze nachhaltig, die Margen belastbar? Working Capital und Schulden werden analysiert – oft mit Abschluss einer Working-Capital-Anpassung im Kaufvertrag. Pensionsverpflichtungen, Leasing und sonstige Verpflichtungen müssen vollständig erfasst sein.

Die Bereinigung des EBITDA steht im Mittelpunkt: Add-backs müssen plausibel sein, Qualitätsanpassungen (z.B. für Einmalerträge) können den Käufer zu Gegenpositionen veranlassen. Eine gute Verkaufsvorbereitung mit einer Add-back-Matrix und sauberer Dokumentation ist entscheidend. Mehr in unserer Due Diligence und Unternehmensbewertung.

Legal und Tax Due Diligence

Verträge (Kunden, Lieferanten, Miete, Kredite), Gesellschaftsrecht, IP, Litigation, Compliance. Steuerliche Risiken, Verrechnungspreise, Gesellschafterdarlehen. Lücken können zu Preisabschlägen oder Garantieanpassungen führen.

Die Legal Due Diligence prüft alle wesentlichen Verträge, die Gesellschaftsstruktur, geistiges Eigentum und laufende Rechtsstreitigkeiten. Compliance-Themen – von Datenschutz über Arbeitsschutz bis zu Korruptionsprävention – gewinnen zunehmend an Bedeutung. Jede Lücke oder jedes Risiko kann zu Verhandlungen über Preisabschläge, Garantien oder Ausschlüsse führen.

Die Tax Due Diligence konzentriert sich auf steuerliche Risiken: offene Prüfungen, Verrechnungspreise, Gesellschafterdarlehen, verdeckte Gewinnausschüttungen. Unentdeckte steuerliche Altlasten können den Käufer Jahre später treffen – deshalb wird hier gründlich geprüft.

Commercial und HR

Marktposition, Kundensstruktur, Lieferantenabhängigkeit. Schlüsselmitarbeiter, Vergütung, Betriebsräte. Eine strukturierte Vorbereitung mit Checkliste reduziert Überraschungen und beschleunigt den Verkaufsprozess.

Die Commercial Due Diligence bewertet das Geschäftsmodell: Wie ist die Marktposition, wie konzentriert sind die Kunden, wie abhängig von wenigen Lieferanten? Wachstumstreiber und Risiken werden identifiziert. Die HR Due Diligence prüft Schlüsselpersonen, Vergütungsstrukturen, Betriebsräte und Mitbestimmung – und ob die kritischen Mitarbeiter nach dem Verkauf bleiben werden.

Eine Checkliste hilft Verkäufern, alle relevanten Themen im Blick zu behalten. Wer Lücken früh adressiert, reduziert Überraschungen in der Due Diligence und beschleunigt den Verkaufsprozess erheblich. Siehe auch Vendor Due Diligence, Datenraum-Tipps und Transaktionen.

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