Leveraged Buy-out (LBO)
Glossarbegriff: Leveraged Buy-out (LBO)
Leveraged Buy-out (LBO)
Ein Leveraged Buy-out (LBO) bezeichnet den Erwerb eines Unternehmens, bei dem der Kaufpreis zu einem überwiegenden Teil durch Fremdkapital finanziert wird. Der Hebel (Leverage) entsteht dadurch, dass nur ein vergleichsweise geringer Eigenkapitalanteil eingesetzt wird, während die aufgenommenen Schulden später aus dem laufenden Cashflow des erworbenen Unternehmens bedient werden.
LBOs werden typischerweise von Finanzinvestoren wie Private-Equity-Gesellschaften eingesetzt. Die Tragfähigkeit der Struktur hängt maßgeblich von einem stabilen, planbaren Cashflow und einem soliden EBITDA ab. Die Verschuldung wird häufig als Vielfaches des EBITDA gemessen und in Relation zu marktüblichen Multiples bewertet. Ein Teil der Finanzierung kann über ein Verkäuferdarlehen abgedeckt werden.
Im deutschen Mittelstand spielt der LBO insbesondere bei Nachfolgeregelungen und Wachstumsfinanzierungen eine Rolle. In der Transaktionsstrukturierung achten wir darauf, dass die Verschuldung den operativen Spielraum des Unternehmens nicht überfordert.