Private Equity vs. strategischer Käufer

Private Equity vs. strategischer Käufer: Was passt zu wem?

29. Juli 2024

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Strategischer Käufer

Konzerne oder Wettbewerber kaufen aus Synergiegründen – Markt, Technologie, Kunden. Oft höhere Bewertungen möglich, da Synergien eingepreist werden. Nachteile: Längere Due Diligence, mögliche kartellrechtliche Prüfung, kulturelle Integration. Siehe strategische Käufersuche.

Strategische Käufer erwerben Unternehmen, um ihr eigenes Geschäft zu ergänzen: zusätzliche Märkte, komplementäre Produkte, neue Technologien oder Kundenbeziehungen. Diese Synergien ermöglichen oft höhere Kaufpreise – der Käufer kann Teile des Mehrwerts an den Verkäufer weitergeben und hat noch Spielraum für sich.

Allerdings sind strategische Prozesse oft komplexer: Größere Organisationen, längere Entscheidungswege, kartellrechtliche Prüfungen bei wettbewerbsrelevanten Übernahmen. Die kulturelle Integration nach dem Verkauf kann für Mitarbeiter belastend sein – oder neue Chancen eröffnen.

Private Equity

PE-Fonds kaufen, optimieren und verkaufen typischerweise nach 3–7 Jahren. Schnellere Prozesse, klare Strukturen, oft Management-Beteiligung erwünscht. Bewertung oft unter strategischem Niveau, dafür weniger operativer Eingriff in den Alltag.

Private Equity investiert mit dem Ziel, das Unternehmen zu optimieren und nach einigen Jahren mit Gewinn zu veräußern. Die Bewertung orientiert sich am status quo und dem erwarteten operativen Verbesserungspotenzial – nicht an externen Synergien. Daher liegen PE-Angebote oft unter strategischen Angeboten.

Aber: PE-Prozesse sind oft schneller, die Strukturen klarer, die Entscheidungswege kürzer. Viele PE-Fonds möchten das bestehende Management einbinden – durch Beteiligung oder Roll-over – was für Gesellschafter, die übergangsweise bleiben wollen, attraktiv sein kann.

Die richtige Wahl

Branche, Unternehmensgröße, Ziele des Verkäufers (Liquidität, Fortführung, Rolle danach) entscheiden. Ein M&A-Prozess mit beiden Käufertypen im Feld kann das beste Ergebnis bringen.

Die beste Strategie: Beide Käufertypen in den Prozess einbeziehen. Der Wettbewerb zwischen strategischen Käufern und PE kann den Preis nach oben treiben. Der Verkäufer erhält ein breites Spektrum an Angeboten und kann nicht nur den Preis, sondern auch die Passung (Kultur, Pläne für das Unternehmen, eigene Rolle) vergleichen.

Ein strukturierter M&A-Prozess mit professioneller Beratung maximiert die Chancen auf das optimale Ergebnis. Beispiele in unseren Transaktionen und Fallstudien.

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