Roll-up-Strategie

Glossarbegriff: Roll-up-Strategie

Roll-up-Strategie

Eine Roll-up-Strategie bezeichnet das systematische Zusammenführen mehrerer kleinerer Unternehmen derselben Branche zu einer größeren Einheit. Ziel ist es, durch Konsolidierung einer fragmentierten Branche Marktmacht, Skaleneffekte und einen höheren Unternehmenswert zu schaffen. Häufig wird diese Strategie von Private-Equity-Investoren über eine sogenannte Plattform-Akquisition gestartet, an die anschließend kleinere Add-on-Zukäufe angegliedert werden.

Der wirtschaftliche Reiz liegt in der Multiple-Arbitrage: Kleinere Unternehmen werden zu niedrigen Multiples erworben, während die größere konsolidierte Gruppe am Markt mit einem höheren Multiple bewertet wird. Zusätzlich entstehen Synergien durch gemeinsame Verwaltung, Einkauf und Vertrieb. Eine professionelle Integration ist entscheidend, da viele Roll-ups an mangelhafter Post-Merger-Integration scheitern.

Roll-up-Strategien sind im deutschen Mittelstand etwa bei Dienstleistern, Praxen oder Handwerksbetrieben verbreitet und eng mit Private Equity verbunden. Wir begleiten Buy-and-Build-Programme von der Strategie bis zur Umsetzung in unserer M&A-Beratung. Beispiele finden Sie in unseren Fallstudien.

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